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title: "Saxophon-Grifftabelle: alle Griffe zum Nachschlagen und die Reihenfolge, in der du sie lernst"
description: "Beitragsbild: KI-bearbeitetes Fotoportrait, redaktionell gestaltet. Hier findest du alle Griffe für Alt- und Tenorsaxophon, vom tiefen B bis zum hohen Fis: Tipp in der Grifftabelle"
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updated: "2026-10-13T15:38:09+00:00"
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# Saxophon-Grifftabelle: alle Griffe zum Nachschlagen und die Reihenfolge, in der du sie lernst

Kanonische Adresse: https://marjanmarkelj.de/blog/saxophon-grifftabelle/
Aktualisiert: 2026-10-13T15:38:09+00:00

Beitragsbild: KI-bearbeitetes Fotoportrait, redaktionell gestaltet. Hier findest du alle Griffe für Alt- und Tenorsaxophon, vom tiefen B bis zum hohen Fis: Tipp in der Grifftabelle auf die Note, die in deinen Noten steht, und du siehst sofort, welche Klappen du drückst. Darunter liest du, in welcher Reihenfolge du die Griffe lernst und was du prüfst, wenn ein Ton nicht kommt, obwohl du richtig greifst. So liest du die Grifftabelle Jeder Griff besteht aus drei Teilen, und die gehören zusammen. In der Grifftabelle oben siehst du alle drei auf einmal, sobald du eine Note antippst. Mit den Pfeilen gehst du einen Halbton tiefer oder höher. Das Notenbild. Die Note, wie sie im Notensystem steht, also auf welcher Linie oder in welchem Zwischenraum sie sitzt. Das ist der Teil, den du im Notenblatt wiederfindest. Der Notenname. Der Buchstabe dazu, also C, D, E und so weiter. Er ist die Brücke zwischen dem Bild und dem Gespräch darüber: wenn jemand sagt „nimm das G", meint er diesen Namen. Das Griffbild. Die Zeichnung deines Saxophons mit den Klappen. Gefüllte Klappen drückst du, offene lässt du frei. Der Ablauf ist immer derselbe: Note im Notenblatt suchen, in der Tabelle wiederfinden, Griffbild greifen, Ton spielen. Am Anfang schaust du dabei ständig nach, und das ist völlig normal. Wichtig zu wissen: Die Griffe gelten für Alt- und Tenorsaxophon gleichermaßen. Beide sind transponierende Instrumente, das heißt: derselbe Griff erzeugt auf beiden dieselbe geschriebene Note, auch wenn sie unterschiedlich klingt. Du kannst also mit derselben Grifftabelle arbeiten, egal für welches der beiden du dich entschieden hast. Das gilt genauso für Sopran und Bariton. Warum manche Töne zwei Namen haben Ein Punkt, der beim ersten Blick irritiert: In der Tabelle stehen bei einigen Tönen zwei Namen, zum Beispiel Cis und Des, oder Fis und Ges, oder Gis und As. Das ist kein Fehler und auch keine Auswahlmöglichkeit. Es sind zwei Namen für denselben Ton und denselben Griff. Man nennt das enharmonische Verwechslung. Welcher der beiden Namen im Notenblatt steht, hängt vom Zusammenhang ab, also von der Tonart und davon, wohin die Melodie geht. Für deine Finger ändert sich dabei nichts. Praktisch heißt das: Wenn du im Notenblatt ein Des siehst und in der Tabelle nur ein Cis findest, hast du trotzdem den richtigen Griff vor dir. Such einfach nach dem Ton, der beide Namen trägt. Eine deutsche Besonderheit kommt dazu: B ist bei uns der Ton, den man international Bb nennt, und H ist das, was international B heißt. Warum das so ist und was das für dein Notenblatt bedeutet, steht im Einsteigerguide zum Notenlesen am Saxophon. Dort findest du auch, warum dein Sax-C anders klingt als das C am Klavier. In welcher Reihenfolge du die Griffe lernst Eine Grifftabelle beantwortet die Frage nicht, die dich am Anfang wirklich aufhält: In welcher Reihenfolge lernst du das eigentlich? Genau diese Frage höre ich in meinen Erstgesprächen dauernd, und sie steht in keiner Tabelle. Die ersten vier Töne: H, A, G und C Fang nicht vorne in der Tabelle an, sondern in der Mitte. Die vier Töne, mit denen ich starte, sind H, A, G und C. Dafür gibt es zwei Gründe, und beide haben nichts mit Musiktheorie zu tun. Erstens reicht für diese Töne die linke Hand allein. Deine rechte Hand hat noch nichts zu tun, und das ist am Anfang eine enorme Entlastung: du musst nur eine Sache koordinieren statt zwei. Zweitens kannst du mit diesen vier Tönen sofort etwas spielen, das nach Musik klingt. Nicht nach Übung, sondern nach Musik. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der nach zwei Wochen weitermacht, und jemandem, der das Instrument in die Ecke stellt. Ob du dabei bei H anfängst und Finger dazunimmst, oder unten bei G anfängst und Finger wegnimmst, ist übrigens egal. Der Effekt bleibt derselbe. Ein praktischer Nebeneffekt: das mittlere G ist auf dem Alt ein guter Stimmton. Wenn du dein Instrument einstimmst, ist das der Ton, mit dem du das gut machen kannst. Warum Wechselpaare mehr bringen als Einzeltöne Der zweite Schritt ist nicht der fünfte Ton. Der zweite Schritt ist, zwischen den vier Tönen zu wechseln. Einen Griff zu kennen und ihn im Fluss zu treffen sind zwei verschiedene Dinge. Übe deshalb Paare: H und A, A und G, G und C, und dann wild durcheinander. Langsam, und zwar wirklich langsam. Was du dabei trainierst, ist nicht das Gedächtnis für Griffe, sondern die Bewegung dazwischen. Und genau dort entsteht der häufigste Fehler, den ich sehe. Die Finger, die liegen bleiben Beim Wechseln passiert bei fast allen Anfängern dasselbe: es bewegen sich zu viele Finger. Du willst von A nach G, also legst du einen Finger dazu. Was tatsächlich passiert: die anderen Finger heben mit ab, wandern ein Stück weg von den Klappen und müssen für den nächsten Ton wieder zurückfinden. Manchmal hebt sich ein Finger, der eigentlich liegen bleiben sollte. Manchmal schweben alle ein paar Millimeter über dem Instrument statt aufzuliegen. Das Ziel ist das Gegenteil: Finger, die gerade nichts zu tun haben, liegen locker auf den Griffmulden der Klappen. Sie bleiben da. Sie schweben nicht, sie krallen sich aber auch nicht fest. Nur die Finger bewegen sich, die sich bewegen müssen. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist der Unterschied zwischen mühsamem und flüssigem Spielen. Wer sich diese Ruhe von Anfang an angewöhnt, muss sie später nicht mühsam wieder herstellen. Wer sie sich nicht angewöhnt, kämpft ein Jahr später bei schnelleren Stellen mit etwas, das eigentlich in Woche zwei entschieden wurde. Dann nach unten: vom tiefen C bis zum mittleren C Der nächste Schritt geht nach unten, nicht nach oben. Ziel ist, die untere Oktave komplett zu schließen, also alles vom tiefen C bis zu deinem mittleren C. Das ist bewusst so herum. Die tiefen Töne sind in der Reihenfolge deutlich einfacher als alles, was oben mit dem Handballen passiert. Sie brauchen mehr Luft und eine ruhige Hand, und sie verzeihen Druck am wenigsten, aber sie liegen unter deinen Fingern und nicht in einer neuen Handhaltung. Die allerletzten beiden ganz unten, das H und das tiefe B, hebst du dir für den Schluss dieses Abschnitts auf. Sie brauchen den kleinen Finger auf Klappen, die sich anfangs weit weg anfühlen, und sie sprechen erfahrungsgemäß als letzte sauber an. Dann die zweite Oktave und die Oktavklappe Erst wenn die untere Oktave steht, kommt die Oktavklappe. Und jetzt die gute Nachricht, die dir viel Arbeit erspart. Die allermeisten Griffe wiederholen sich einfach. Derselbe Griff, den du unten schon kannst, ergibt zusammen mit der Oktavklappe denselben Ton eine Oktave höher. Du lernst also nicht noch einmal einen ganzen Satz Griffe, sondern nimmst zu dem, was du hast, einen Daumen dazu. Eigene Griffweisen haben nur die Extreme, also das, was ganz unten und ganz oben aus dem Rahmen fällt, und einige Halbtöne. Der Rest ist Wiederholung. Wenn dir die Tabelle mit ihren 33 Einträgen beim ersten Blick erschlagend vorkommt: Es sind viel weniger Griffe, als es aussieht, weil ein Griff dir oft zwei oder mehr Töne gibt. Zwei Dinge, auf die du dabei gefasst sein solltest. Das erste ist der linke Daumen: er drückt gerne zu fest oder verlässt seine Auflage ganz. Beides kostet dich Ton und Tempo. Der Daumen bleibt, wo er ist, und rollt nur leicht. Das zweite ist der Klang. Die zweite Oktave klingt am Anfang wie ein anderes Instrument. Der Übergang wirkt wie ein Bruch, und viele halten das für ihren eigenen Fehler. Ist es nicht, das ist der Normalfall. Es ist außerdem keine Frage des Griffs, sondern von Stütze und Ansatz. Das gleicht sich aus. Ganz zum Schluss: die Palm Keys Die Palm Keys, also die hohen Töne, die du mit dem Handballen bedienst, kommen zuletzt. Sie stehen in jeder Grifftabelle, auch in dieser, und trotzdem gehören sie nicht in deine ersten Monate. Wenn du sie oben in der Tabelle siehst und denkst, du hättest etwas verpasst: hast du nicht. Der eine Hinweis, der bei den Palm Keys wirklich zählt, wenn sie dann dran sind: die Hand bleibt, nur der Ballen rollt. Der häufigste Fehler ist, die ganze Handposition zu verlassen und sich neu zu sortieren. Deine Grundhaltung bleibt, der Handballen rollt seitlich auf die Klappen. Und auch hier gilt: erst wenn der Ansatz oben trägt, sonst spricht der Ton ohnehin nicht an, egal wie richtig du greifst. Diese Reihenfolge steht auch im PDF der Grifftabelle, gleich auf der ersten Seite. Hol sie dir als Druckblatt, dann liegt sie beim Üben neben dir. Wie viele Griffe solltest du nach vier Wochen können? Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird, und ehrlich gesagt ist es die falsche. Die Erfahrung aus meiner Arbeit: bei rund zwanzig Minuten am Tag spielen die meisten nach vier bis sechs Wochen ihre ersten einfachen Songs. Das ist ein Erfahrungswert, kein Ziel, das du erreichen musst. Was dabei realistisch ist, wenn du als Erwachsener anfängst, habe ich ausführlich in Kann man als Erwachsener noch Saxophon lernen? beschrieben. Denn viel wichtiger als die Anzahl ist, wie du greifst. Sicherheit, saubere Mechanik und fehlerfreies Spielen zählen deutlich mehr als ein Ton mehr in der Sammlung. Das hier ist kein Wettbewerb. Es geht um gute Gewohnheiten und effektive Routinen, und darum, Nervensystem, Muskulatur und Gehirn so zu trainieren, dass alles zusammenpasst. Vier Töne, die im Wechsel wirklich sitzen, sind mehr wert als zwölf, die alle ein bisschen wackeln. Wenn der Ton nicht kommt, obwohl der Griff stimmt Das passiert jedem, und zwar regelmäßig. Der Griff ist richtig, die Tabelle liegt daneben, du hast dreimal verglichen, und trotzdem kommt nichts oder etwas Falsches. Dann hilft Raten nicht. Was hilft, ist eine feste Reihenfolge. Ich prüfe immer die Kettenglieder von der Basis aus, denn sie bauen fundamental aufeinander auf. Wer weiter oben anfängt, repariert etwas, das gar nicht kaputt ist. Eine Vorbemerkung: Dein Setup, also Saxophon, Mundstück und Blatt, sollte ehrlicherweise von Anfang an stimmen. Es ist aber meistens nicht das Problem. Erstens: Luft und Stütze In den allermeisten Fällen liegt es hier. Zu wenig Luft, zu wenig Stütze, oder der Ton wird mit dem Hals gemacht statt aus dem Körper heraus. Das Fundament fehlt, und kein Griff der Welt kann das ausgleichen. Prüf das zuerst, jedes Mal. Zweitens: der Ansatz, meistens zu viel Druck Das zweite Kettenglied ist der Ansatz, und der häufigste Fehler dabei ist zu viel Druck. Beißen und Pressen würgen den Ton ab, besonders in der Tiefe. Wer das über Wochen macht, ermüdet außerdem schnell und wundert sich, warum nach zehn Minuten nichts mehr geht. Weil das ein eigenes großes Thema ist, habe ich ihm einen eigenen Beitrag gewidmet: warum der Ansatz ermüdet und quietscht, und wie du ihn richtig aufbaust. Drittens: undichte Stellen am Instrument Erst an dritter Stelle schaue ich auf das Instrument. Ein Polster schließt nicht, ein Korken ist ausgetrocknet, eine Klappe hat einen Schlag abbekommen. Das ist der Punkt, an dem es wirklich nicht an dir liegt und ein Techniker ran muss. Wichtig ist nur: nicht hier anfangen. Ich sehe regelmäßig Leute, die ihr Instrument verdächtigen, während die Luft das Problem ist. Viertens: die Fingerhaltung selbst Und ganz zum Schluss der Griff. Meistens ist er nicht falsch, sondern undicht: eine Klappe wird nicht ganz geschlossen, ein Finger steht zu steil, ein anderer sitzt neben der Mulde statt darauf. Von außen sieht das nach dem richtigen Griff aus. Das Instrument merkt den Unterschied trotzdem. Sonderfall: das mittlere Cis Es gibt einen Griff, der beim ersten Blick in jede Grifftabelle für Verwirrung sorgt, und das ist das mittlere Cis. Dort ist nämlich keine einzige Klappe gedrückt, das Griffbild sieht aus wie ein Druckfehler. Ist es nicht. Das mittlere Cis wird tatsächlich so gegriffen, dass alle Klappen offen bleiben. Zwei Dinge dazu. Erstens: offen heißt nicht, dass du nichts tust. Luft, Stütze und Ansatz arbeiten genauso wie bei jedem anderen Ton, nur deine Finger haben gerade nichts zu erledigen. Zweitens ist es der Ton, an dem sich zeigt, ob du die Ruhehaltung schon hast: liegen deine Finger locker auf den Griffmulden, oder schweben sie irgendwo über dem Instrument? Beim Cis sieht man das sofort. Die B-Griffe: warum es mehrere gibt In vielen Grifftabellen findest du für das B mehr als einen Weg. Das verunsichert zu Recht. Die kurze Entwarnung: am Anfang ist das kein Thema. Es reicht völlig zu wissen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Wenn es dann so weit ist, lernst du zuerst genau einen B-Griff. Die Alternativen kommen erst, wenn du sie in einem Stück wirklich brauchst. Und die Regel dafür ist einfach: welches B du nimmst, entscheidet der Nachbarton. Was davor und danach kommt, bestimmt, welcher Griff sich sinnvoll anfühlt. Das ist der eigentliche Lerninhalt, nicht die Griffe selbst. Häufige Fragen Zum Schluss Eine Grifftabelle ist ein gutes Werkzeug, und sie ist genau das: ein Werkzeug. Sie sagt dir, welche Klappe wohin gehört. Sie sagt dir nicht, womit du anfängst, wie du zwischen zwei Tönen sauber wechselst, und was du prüfst, wenn nichts kommt. Nimm dir die vier Töne aus der Mitte, übe die Wechsel dazwischen langsam, und achte auf die Finger, die liegen bleiben sollen. Das ist unspektakulär und es ist genau das, was funktioniert. Und falls du an einem Punkt merkst, dass du dich im Kreis drehst: das ist meistens kein Zeichen von fehlendem Talent, sondern davon, dass gerade niemand danebensitzt und sieht, was deine Hände tun. Genau dafür gibt es die Saxophone Society Academy. Du schickst mir Aufnahmen und bekommst Video-Feedback darauf, und darüber hinaus arbeiten wir in echten Einzelsessions an genau den Stellen, an denen es bei dir klemmt. Ich sehe dann, was deine Finger tun, und wir sortieren das gemeinsam, statt dass du monatelang gegen etwas ankämpfst, das in zehn Minuten geklärt wäre.
